Menstruationszyklus & Hormone: Alles, was Frauen wissen sollten

Der weibliche Menstruationszyklus gehört zu den feinsten hormonellen Steuerungsprozessen im menschlichen Körper. Er ist nicht nur Grundlage der Fruchtbarkeit, sondern auch Ausdruck der körperlichen und seelischen Balance einer Frau. Veränderungen im Zyklus können daher wichtige Hinweise auf hormonelle Ungleichgewichte, Stressbelastungen, Stoffwechselstörungen oder strukturelle Einschränkungen im Becken geben. Ein Verständnis darüber, wie der Zyklus gesteuert wird, welche Hormone daran beteiligt sind und wie sich ein gesunder Ablauf gestalten sollte, ist auch deshalb so wertvoll, weil es Frauen ermöglicht, ihren Körper besser zu verstehen und Beschwerden frühzeitig einzuordnen.

In meiner täglichen Praxis erlebe ich immer wieder, dass viele Frauen ihren Zyklus nicht wirklich kennen oder nie gelernt haben, ihn zu verstehen. Genau deshalb ist es mir ein großes Anliegen, dieses Wissen verständlich und zugänglich zu vermitteln, damit jede Frau ihre hormonellen Signale deuten und ihre Gesundheit selbstbewusst unterstützen kann.

Grundlagen des Menstruationszyklus

Der Zyklus wird von einer Art innerem Kommunikationssystem gesteuert, das zwischen Gehirn und Eierstöcken stattfindet. Man nennt das die Hormonachse, und sie funktioniert wie eine fein abgestimmte Leitung, über die ständig Signale hin- und hergeschickt werden.

Ganz oben steht der Hypothalamus, ein kleiner Bereich im Gehirn, der wie ein Taktgeber arbeitet. Er sendet regelmäßig winzige Impulse an die Hypophyse, die man sich wie eine Schaltzentrale vorstellen kann. Diese Schaltzentrale gibt dann zwei wichtige Botenstoffe in den Blutkreislauf ab:

  • ein Hormon, das die Eizellen zum Wachsen anregt (FSH)

  • und eines, das den Eisprung auslöst (LH)

Diese Hormone reisen zu den Eierstöcken und geben dort die nächsten Schritte vor:
Sie sorgen dafür, dass eine Eizelle heranreift und die Eierstöcke die beiden zentralen weiblichen Hormone produzieren – Östrogen und Progesteron.

Der Zyklus wird also zum größten Teil durch das Zusammenspiel von den Hormone FSH, LH, Östrogen und Progesteron geregelt.

Cholesterin – die Basis aller Geschlechtshormone

Super wichtig : Sämtliche Steroidhormone, darunter Östrogen, Progesteron und auch Cortisol, werden aus Cholesterin gebildet. Cholesterin gehört zu den Fetten und ist ein wichtiger Grundbaustein im Körper. Ohne ausreichend Cholesterin und funktionierende Stoffwechselwege kann der Körper keine stabilen Hormonmengen produzieren. Das erklärt, warum sehr restriktive Diäten, Untergewicht oder starker Stress den Zyklus massiv beeinträchtigen können. Wir brauchen also gute Fette in unserer Ernährung, damit die Produktion unserer Hormone gewährleistet ist.

 

Ablauf eines gesunden Zyklus

Zyklustag 1-4 : Die Menstruation

Mit dem ersten Tag der Blutung beginnt ein neuer Zyklus. Der erste Tag der Menstruation ist somit Tag 1 des neuen Zyklus.
Die Gebärmutterschleimhaut, die sich im vorherigen Zyklus aufgebaut hat, wird nun abgebaut und ausgeschieden. Die Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron sind in dieser Phase am niedrigsten — deshalb fühlen sich viele Frauen eher müde, ruhiger und haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Rückzug. Die normale Dauer der Menstruationsblutung beträgt 4-7 Tage.

Zyklustag 5–13: Aufbau- und Follikelphase

Ab etwa dem fünften Zyklustag beginnt dein Körper damit, einen neuen Follikel – also eine heranreifende Eizelle – in den Eierstöcken wachsen zu lassen. Gleichzeitig steigt das Hormon Östrogen kontinuierlich an. Unter seinem Einfluss baut sich deine Gebärmutterschleimhaut langsam wieder auf, deine Energie nimmt zu und auch Stimmung und Motivation verbessern sich bei vielen Frauen spürbar. Oft verändert sich in dieser Zeit auch der Zervixschleim: Er wird klarer und durchsichtiger, ein Hinweis darauf, dass sich dein Körper auf die fruchtbare Phase vorbereitet.

Um Tag 14: Die Ovulation (Eisprung)

Rund um den 14. Zyklustag erreicht dein Östrogenspiegel seinen Höchststand. Darauf reagiert dein Gehirn mit einem kurzen, starken Anstieg des LH-Hormons – dem sogenannten LH-Peak. Dieser Impuls löst den Eisprung aus: Eine reife Eizelle springt aus dem Eierstock und steht für etwa 12 bis 24 Stunden zur Befruchtung bereit. Viele Frauen spüren rund um diese Zeit mehr Lust und Lebensenergie, manchmal ein leichtes Ziehen im Unterbauch oder sie bemerken, dass der Zervixschleim besonders dünnflüssig und spinnbar wird. Diese Phase ist die fruchtbarste Zeit des gesamten Zyklus.

Zyklustag 15–18: Früh-Lutealphase

Nach dem Eisprung wandelt sich der geplatzte Follikel in den sogenannten Gelbkörper um, der nun verstärkt Progesteron produziert – ein Hormon, das oft als „Wohlfühl- und Ruhehormon“ beschrieben wird. Progesteron stabilisiert die Gebärmutterschleimhaut, lässt die Körperkerntemperatur leicht ansteigen und regt den Stoffwechsel etwas an. Viele Frauen spüren in dieser Zeit ein stärkeres Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug und wechseln von der eher nach außen gerichteten Östrogenphase in eine Phase, in der sie mehr bei sich selbst sind.

Um Zyklustag 24: Spät-Lutealphase

Etwa ab dem 24. Zyklustag sinken die Hormonspiegel wieder ab, besonders dann, wenn keine Befruchtung stattgefunden hat. Dieser hormonelle Rückgang kann verschiedene Beschwerden auslösen, die viele Frauen als PMS kennen, wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen, Wassereinlagerungen, Gereiztheit, Müdigkeit oder verstärkten Appetit auf Süßes. Wenn das Progesteron relativ niedrig ist und gleichzeitig das Östrogen höher bleibt, fallen diese Symptome häufig stärker aus. Sinken schließlich beide Hormone weiter ab, setzt die Menstruation ein – Zyklustag 1 beginnt, und der gesamte Kreislauf startet erneut.

Der weibliche Zyklus dauert im Durchschnitt 28 Tage. Schwankungen zwischen 23 und 35 Tagen sind normale Toleranzbereiche.

Viele Frauen fühlen sich in der ersten Zyklusphase kraftvoller, leistungsfähiger, attraktiver und lustvoller.

In der zweiten Zyklusphase fühlen sie sich meistens schneller belastet, überfordert, weniger leistungsfähig und Sehnen sich vermehrt nach Rückzugsmöglichkeiten. Auch Zyklusbeschwerden sind in dieser Phase häufiger.

Was genau machen Östrogen & Progesteron im ganzen Körper?

Östrogen – das Hormon für Energie, Vitalität und Wachstum

Östrogen ist in der ersten Zyklushälfte dein „Antriebshormon“. Es sorgt dafür, dass du dich lebendig, leistungsfähig und klar fühlst. Viele Frauen beschreiben die Östrogenphase als Zeit, in der sie mehr Energie, ein besseres Körpergefühl und oft auch eine positivere Stimmung haben.

Du kannst dir Östrogen wie eine Art Aufbau- und Vitalitätshormon vorstellen:

  • Körper & Gewebe: Es sorgt für strafferes Bindegewebe, eine gute Haut und eine gesunde Schleimhaut in der Gebärmutter.

  • Stimmung & Gehirn: Östrogen verbessert die Stimmung, steigert Motivation, Kreativität und mentale Klarheit.

  • Leistungsfähigkeit: Viele Frauen fühlen sich in dieser Phase stärker, belastbarer und sozialer.

  • Knochen & Muskulatur: Es schützt die Knochen und unterstützt den Muskelaufbau.

  • Stoffwechsel: Östrogen macht den Stoffwechsel etwas effizienter und das Training oft leichter.

Im Zyklus baut Östrogen die Gebärmutterschleimhaut auf und bereitet den Körper auf den Eisprung vor. Es ist also das Hormon, das den Aufschwung im Zyklus repräsentiert.

Progesteron – das Hormon für Ruhe, Stabilität und innere Balance

Progesteron übernimmt nach dem Eisprung und wirkt wie eine sanfte Bremse, die dich etwas mehr zur Ruhe kommen lässt. Es stabilisiert nicht nur die Gebärmutterschleimhaut, sondern beeinflusst deinen ganzen Körper.

Du kannst dir Progesteron als Schutz- und Beruhigungshormon vorstellen:

  • Körper & Gewebe: Es wirkt entzündungshemmend, entspannt die Muskulatur und bereitet den Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

  • Stimmung & Nervensystem: Progesteron hat einen beruhigenden Effekt, fördert besseren Schlaf und hilft, Reizbarkeit zu reduzieren — allerdings nur, wenn es in guter Balance zum Östrogen steht.

  • Leistungsfähigkeit: Viele Frauen sind etwas ruhiger, weniger sprunghaft, aber dafür fokussierter.

  • Stoffwechsel: Progesteron erhöht leicht die Körpertemperatur und lässt den Stoffwechsel ein wenig ansteigen.

  • Knochen & Gewebe: Es unterstützt die Stabilität und sorgt dafür, dass das Bindegewebe nicht zu stark „unter Spannung“ steht.

Im Zyklus macht Progesteron die zweite Zyklusphase stabil. Fehlt es, wird die zweite Hälfte oft kürzer, und es kann zu PMS, Schlafproblemen oder Schmierblutungen kommen.

Östrogen und Progesteron arbeiten wie zwei Kräfte, die sich gegenseitig ausgleichen:

  • Östrogen baut auf – Progesteron stabilisiert.

  • Östrogen bringt Energie – Progesteron bringt Ruhe.

  • Östrogen steigert Leistungsfähigkeit – Progesteron verbessert Regeneration.

Gerät eines der beiden Hormone aus dem Gleichgewicht, entstehen typische Beschwerden:

  • Zu viel Östrogen im Verhältnis → Brustspannen, PMS, starke Blutungen

  • Zu wenig Progesteron → Schlafprobleme, Reizbarkeit, kurze Zyklen

  • Zu wenig Östrogen → trockene Schleimhäute, Stimmungstiefs, schwache Schleimhaut

Eine harmonische Balance sorgt dafür, dass dein Zyklus rund läuft und du dich im Laufe des Monats gut fühlst.

 

Wie tracke ich meinen Zyklus?

Es gibt ein paar einfache Signale, mit denen du deinen Zyklus besser kennenlernen kannst. Schon kleine tägliche Beobachtungen helfen dir dabei, Muster zu erkennen und hormonelle Veränderungen besser zu verstehen.

Zyklustage zählen

Tag 1 ist immer der erste Tag deiner Menstruation.
Wenn du deine Zyklustage notierst, siehst du schnell, ob dein Zyklus regelmäßig verläuft oder ob er sich von Monat zu Monat verändert.

Veränderungen des Zervixschleims

Der Zervixschleim zeigt dir sehr zuverlässig, in welcher Zyklusphase du dich befindest. Zu Beginn der ersten Zyklushälfte ist er eher cremig, kurz vor dem Eisprung ist er klar, spinnbar und glitschig (fruchtbare Phase) und nach dem Eisprung wieder dicker und klebriger. Diese Veränderungen sind ganz normal und wie kleine Signale deines Körpers.

Stimmung, Energie, Schlaf und Appetit

Wenn du darauf achtest, wirst du merken, dass sich deine Stimmung, deine Energie, dein Schlaf oder auch dein Hungergefühl im Laufe des Zyklus verändern. Viele Frauen erkennen hier klare Muster, die ihnen helfen, ihre Bedürfnisse besser einzuordnen.

Basaltemperatur messen

Die morgendliche Körpertemperatur kann dir zeigen, ob ein Eisprung stattgefunden hat. Nach dem Eisprung steigt deine Basaltemperatur typischerweise um etwa 0,2 bis 0,5 °C an und bleibt bis kurz vor der Menstruation erhöht. Ein kleines, aber sehr hilfreiches Zeichen, wenn du deinen Zyklus genauer verstehen möchtest.

Wenn du lernen möchtest, wie du diese Beobachtungen richtig für dich nutzen kannst oder welche App zu dir passt, schauen wir uns das sehr gerne gemeinsam in der Praxis an.

Zyklusunregelmäßigkeiten und Blutungsstörungen

Zyklusabweichungen kommen sehr häufig vor und können ganz unterschiedliche Formen annehmen. Ein Zyklus gilt in der Regel als regelmäßig, wenn er sich ungefähr zwischen 25 und 35 Tagen bewegt. Alles, was dauerhaft deutlich kürzer oder länger ist, zeigt, dass die hormonelle Balance gerade aus dem Gleichgewicht geraten kann. Manche Frauen erleben sehr kurze oder sehr lange Zyklen, andere haben Schmier- oder Zwischenblutungen, eine besonders starke oder auch sehr schwache Menstruation. All diese Veränderungen können Hinweise darauf sein, dass der Körper auf innere oder äußere Belastungen reagiert, etwa auf Stress, Schlafmangel, Ernährungsfaktoren oder hormonelle Schwankungen.

Wichtig ist mir an dieser Stelle zu betonen, dass jede auffällige oder anhaltende Zyklusveränderung gynäkologisch abgeklärt werden sollte. Blutungsstörungen sind immer ein Spiegel der hormonellen Regulation und der Schleimhautgesundheit und gehören in erster Linie in kompetente ärztliche Hände. In meiner Praxis kann ich ergänzend unterstützen, Zusammenhänge erklären, Stress- oder Lebensstilfaktoren betrachten und aus physiotherapeutischer, osteopathischer und naturheilkundlicher Sicht begleiten.

Solltest du also schon länger mit Zyklusveränderungen zu tun haben, lass es zuerst gynäkologisch abklären und komm danach gerne zu mir in die Praxis, damit wir gemeinsam herausfinden können, was dein Körper braucht und wie du ihn auf natürlichem Weg unterstützen kannst.

 

Welche Faktoren können den Zyklus aus dem Gleichgewicht bringen?

Der weibliche Zyklus reagiert sensibel auf eine Vielzahl innerer und äußerer Einflüsse. Hormone arbeiten nicht isoliert, sondern sind Teil eines fein abgestimmten Systems, das ständig mit unserem Stoffwechsel, unserem Nervensystem, unserer Ernährung und selbst mit unserer Verdauung kommuniziert. Wenn einer dieser Bereiche aus dem Gleichgewicht gerät, kann sich das direkt auf den Zyklus auswirken.

Im Folgenden möchte ich dir die wichtigsten Faktoren vorstellen, die eine Rolle spielen, sodass du deinen Körper besser einordnen kannst.

Stress, Schlaf & emotionale Belastungen

Stress gehört zu den stärksten Einflussfaktoren auf den Zyklus. Wenn du über längere Zeit gefordert bist, erhöht dein Körper die Ausschüttung von Cortisol. Dieses Stresshormon wirkt direkt auf den Hypothalamus, also den Teil im Gehirn, der den Zyklus taktet. Bleibt Cortisol dauerhaft hoch, kann das dazu führen, dass der Eisprung verschoben, geschwächt oder sogar vollständig unterdrückt wird. (weiter unten, mehr zu dem Hormon Cortisol)

Auch Schlafmangel beeinflusst deinen Zyklus deutlich. Das nächtliche Melatonin stabilisiert den hormonellen Rhythmus und unterstützt eine gesunde Ausschüttung von LH und FSH. Zu kurze oder unruhige Nächte wirken sich daher nicht nur auf Energie und Stimmung aus, sondern auch auf den Zyklus selbst.

Damit dein Körper ausreichend Melatonin bildet, hilft es, abends möglichst wenig künstliches Licht (besonders von Handy und Laptop) zu nutzen, das Schlafzimmer dunkel zu halten und eine ruhige, entspannte Abendroutine zu pflegen. Optimal sind etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf, je nachdem, was dein Körper braucht. So gibst du deinem Hormonsystem die Chance, sich über Nacht zu regenerieren und in der Balance zu bleiben.

Ernährung & Bewegung

Deine Ernährung liefert die Bausteine, aus denen dein Körper Hormone herstellen kann. Besonders wichtig sind gute Fette, denn viele weibliche Hormone entstehen aus Cholesterin. Ohne ausreichend hochwertige Fettsäuren kann dein Körper also nicht in der Menge produzieren, die du für einen stabilen Zyklus brauchst. Auch Proteine, Mikronährstoffe und ein stabiler Blutzucker sind grundlegende Voraussetzungen für eine gesunde hormonelle Balance. Zu wenig Nährstoffe, strenge Diäten oder ein unregelmäßiger Essrhythmus können das Hormonsystem schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Und natürlich ist Ernährung immer individuell: Was der Einen gut tut, muss für die Andere nicht passen. So kann zum Beispiel Intervallfasten für manche Frauen hilfreich sein, während es bei anderen den Zyklus eher belastet.

Auch Bewegung hat einen deutlichen Einfluss auf deinen Zyklus, im positiven wie im negativen Sinne. Moderate, regelmäßige Aktivität unterstützt die Hormonregulation, fördert die Stoffwechselgesundheit und hilft, Stress abzubauen. Besonders Krafttraining wirkt sich häufig sehr stabilisierend auf den Zyklus aus, weil es den Blutzucker verbessert, die Muskulatur stärkt und die körpereigene Hormonproduktion unterstützt. Zu intensives Training, exzessiver Ausdauersport oder eine dauerhaft zu geringe Energiezufuhr im Vergleich zum Verbrauch können hingegen dazu führen, dass sich der Zyklus verlängert oder der Eisprung ausbleibt.

Schilddrüse & Nebennieren – wichtige Taktgeber

Die Schilddrüse beeinflusst nahezu jede Zelle deines Körpers. Sie ist gewissermaßen dein innerer Motor. Wenn dieser Motor zu langsam läuft, wird in deinem ganzen Körper weniger Energie bereitgestellt: Stoffwechsel, Durchblutung, Verdauung, Temperaturregulation und auch die Hormonproduktion laufen dann gedrosselt. Für den Zyklus bedeutet das: Der Körper fühlt sich nicht „bereit“, einen Eisprung einzuleiten oder eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Die Folge können längere Zyklen, stärkere Beschwerden oder ein ausbleibender Eisprung sein. Läuft der Motor hingegen zu schnell, entsteht innerer Stress, was den Zyklus ebenfalls aus dem Takt bringen kann. Dies zeigt sich dann zum Beispiel mit Herzklopfen, innerer Unruhe, Schlafstörungen, Gewichtsverlust oder einer generell „überdrehten“ Gefühlssituation.

Die Nebennieren wiederum sind dein Stresszentrum. Sie reagieren auf alles, was dich belastet: körperlich, emotional oder mental. Sie produzieren Cortisol, das „Wach-und-Überlebenshormon“, und auch DHEA, eine Vorstufe für viele Geschlechtshormone. Stell dir deine Nebennieren wie ein Team vor, das gleichzeitig für Notfälle (Stressreaktionen) und für Alltagsaufgaben (Hormonproduktion) zuständig ist. Wenn dieses Team ständig Alarm schlagen muss, durch Dauerstress, wenig Schlaf, Zeitdruck oder mentale Belastung, bleiben weniger Ressourcen für die hormonelle Feinarbeit übrig.

In der Praxis erlebe ich oft, dass Frauen mit chronischem Stress oder Erschöpfung Symptome entwickeln, die sie zunächst gar nicht mit dem Zyklus verbinden: Müdigkeit, Antriebslosigkeit, niedrige Körpertemperatur, Stimmungsschwankungen oder eine verkürzte zweite Zyklushälfte. Dabei hängen diese Bereiche eng zusammen. Dein Körper entscheidet immer nach dem Prinzip: Überleben kommt vor Fortpflanzung.

Wenn also Schilddrüse oder Nebennieren aus dem Takt geraten, dann spürt dein Zyklus das oft als Erstes.!

Darm, Leber & Zyklus – ein Zusammenspiel, das oft übersehen wird

Viele Frauen wissen gar nicht, wie eng ihre Verdauung und ihre Zyklusgesundheit miteinander verbunden sind. Dabei arbeiten Leber und Darm wie ein eingespieltes Team im Hintergrund. Beide sind entscheidend dafür, dass die Hormone im Gleichgewicht bleiben. Häufig starte ich in meiner Praxis erstmal mit der „Basis-Therapie“ für Darm und Leber, denn so wie bei einem Haus zuerst das Fundament stabil sein muss, bevor man am Dach arbeiten kann, braucht auch das Hormonsystem eine solide Grundlage, um wieder in Balance zu kommen.

Die Leber – deine „Hormon-Recycling-Anlage“

Du kannst dir die Leber wie eine Art Reinigungs- und Sortierstation vorstellen. Wenn Hormone, besonders Östrogen, im Körper ihre Aufgabe erfüllt haben, müssen sie abgebaut und ausgeschieden werden. Genau das übernimmt die Leber.

Wenn jedoch zu viel Stress, Medikamente, Alkohol, stark verarbeitete Lebensmittel oder ein hoher Zuckerkonsum zusammenkommen, ist diese Sortierstation schnell überlastet. Die Leber schafft es dann nicht mehr, alle Hormone vollständig zu „verpacken“ und weiterzugeben. Ein Teil davon zirkuliert länger im Blut, als er eigentlich sollte und kann so das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen.

In meiner Praxis beginne ich mit vielen Frauen damit, die Leber zu entlasten, zum Beispiel, indem wir Zuckerkonsum reduzieren und die Ernährung Schritt für Schritt individuell anpassen, damit das Hormonsystem wieder entspannter arbeiten kann.

Der Darm – entscheidet, was bleibt und was geht

Der Darm ist so etwas wie die Türkontrolle für Hormone. Nachdem die Leber die Stoffe vorbereitet hat, sollten sie über den Darm ausgeschieden werden. Doch hier passiert etwas Spannendes: Wenn das Darmmikrobiom im Gleichgewicht ist, funktioniert das problemlos.

Gerät der Darm jedoch aus der Balance, zum Beispiel durch:

  • eine sehr zuckerreiche Ernährung

  • zu viele verarbeitete Kohlenhydrate

  • häufige Entzündungen

  • Blähungen und Verstopfung

  • ein „leaky gut“ also eine durchlässige Darmschleimhaut

…dann kann der Körper Hormone wieder zurück in den Blutkreislauf aufnehmen, obwohl sie eigentlich ausgeschieden werden sollten.

Besonders bei Östrogen spielt das eine große Rolle: Statt den Körper zu verlassen, gelangt ein Teil wieder zurück. Das kann Symptome wie Brustspannen, PMS, Stimmungsschwankungen oder stärkere Blutungen begünstigen. Es entsteht somit eine relative Östrogendominanz im Verhältnis zum Progesteron, da das Gleichgewicht zwischen den beiden Hormonen verschoben ist.

Leber und Darm bestimmen also gemeinsam, ob deine Hormone in einer gesunden Balance bleiben oder ob sie sich im Körper „ansammeln“. Wenn eines der beiden Systeme aus dem Gleichgewicht gerät, zeigt sich das oft im Zyklus – manchmal sogar früher als in der Verdauung selbst.

Das sind die Gründe, warum ich in meiner Praxis mit vielen Frauen damit beginne, die Leber zu entlasten und das Darmmikrobiom aufzubauen, damit das Hormonsystem wieder entspannter arbeiten kann. Viele Frauen kommen mit Verdauungsbeschwerden wie einem aufgeblähten Bauch, Unverträglichkeiten oder wechselndem Stuhl zu mir. Mir ist es wichtig, auch hier ganz individuell zu arbeiten. Ich arbeite mit einem Labor zusammen und mithilfe einer Stuhluntersuchung können wir genau herausfinden, was in deinem Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, um die Ursachen anschließend gezielt und Schritt für Schritt zu behandeln.

Exkurs: Cortisol – was dieses Hormon wirklich im Körper macht

Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das dein Körper in einem natürlichen Tagesrhythmus ausschüttet: Morgens steigt es an, damit du wach und leistungsfähig bist, und abends fällt es ab, damit du zur Ruhe kommen kannst. Es sorgt dafür, dass dir jederzeit genügend Energie zur Verfügung steht, reguliert Entzündungen, stabilisiert den Blutdruck und spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel- und Immunsystem. Kurz gesagt: Cortisol hilft dir, auf körperliche und emotionale Belastungen flexibel zu reagieren.

Problematisch wird es erst, wenn der Cortisolspiegel über längere Zeit erhöht bleibt – etwa durch Stress, zu wenig Schlaf, innere Anspannung, Überforderung oder fehlende Erholungsphasen. Dann gerät der natürliche Rhythmus aus dem Gleichgewicht und der Körper schaltet vom Aufbau- in einen reinen Funktionsmodus. Genau das hat Auswirkungen auf den Zyklus: Der Hypothalamus, der die hormonellen Signale für den Eisprung steuert, reagiert äußerst sensibel auf Stress. Ist Cortisol dauerhaft zu hoch, sendet er weniger Impulse zur Eizellreifung, was dazu führen kann, dass der Eisprung verspätet stattfindet oder ganz ausbleibt. Viele Frauen spüren das durch längere oder unregelmäßige Zyklen, stärkere PMS-Symptome, Schlafprobleme, Heißhunger, innere Unruhe oder das Gefühl, ständig „auf Spannung“ zu sein.

Cortisol ist also kein Feind – es ist ein wichtiges Hormon. Aber wie jedes System im Körper braucht es einen Rhythmus aus Aktivität und Erholung, damit auch der Zyklus stabil bleiben kann.

PMS – was steckt dahinter?

Viele Frauen erleben in den Tagen vor der Menstruation körperliche oder emotionale Veränderungen, die man unter dem Begriff PMS (Prämenstruelles Syndrom) zusammenfasst. Dazu gehören Symptome wie Stimmungsschwankungen, Brustspannen, ein aufgeblähter Bauch, Wassereinlagerungen, Heißhunger, innere Unruhe oder Müdigkeit. Die Beschwerden beginnen 10 bis 14 Tage vor der Periode und enden zwischen dem 1. und 4. Zyklustag. Je nach Zykluslänge kann das also alle 14 Tage sein. In manchen Fällen können die Symptome so stark sein, dass sie zeitweilig zu Arbeitsunfähigkeit führen und jegliche Beziehungen extrem belasten. PMS ist kein „Einbildungsthema“, sondern ein Zeichen dafür, dass die feine Balance zwischen Östrogen und Progesteron im Zyklus gestört ist. Häufig spielt dabei nicht ein einzelnes Hormon die Hauptrolle, sondern das Zusammenspiel vieler Faktoren: Stress, Schlafmangel, ein sensibler Darm, Schwankungen im Blutzucker oder eine überlastete Leber können das hormonelle Gleichgewicht zusätzlich beeinflussen. Wenn der Körper in dieser Phase mehr Unterstützung bräuchte, als er bekommt, reagiert er empfindlicher und genau dann entstehen PMS-Symptome.

Es gibt verschiedene PMS – Typen. Manche Frauen gehören klar zu einem Typ, andere erleben eine Mischung aus mehreren:

PMS-Typ A  ( Anxiety = Angst)  beschreibt vor allem emotionale Symptome wie innere Unruhe, Angst, Wut, Reizbarkeit oder starke Stimmungsschwankungen.

PMS-Typ C ( Craving = Verlangen ) zeigt sich durch Heißhunger auf Süßes oder Kohlenhydrate und deutliche Blutzuckerschwankungen. Appetitsteigerung, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Kopfschmerzen.

PMS-Typ D (Depression) ist geprägt von Stimmungstiefs, Weinerlichkeit, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und stärkerem Rückzug.

PMS-Typ H (Hyperhydration = Wassereinlagerung) betrifft Frauen, die vor der Periode verstärkt Wasser einlagern und sich aufgequollen oder schwer fühlen. Außerdem Brustspannen und Gewichtszunahme.

PMS-Typ O ( Other = Sonstige) die Symptome entsprechen keinem der oben aufgeführten Typen.

PMS-Typ P (Pain = Schmerzen) umfasst körperliche Beschwerden wie Unterbauchkrämpfe, Rückenschmerzen, Beinschmerzen und Kopfschmerzen.

PMS-Typ T (Total Overall Symptoms = Gesamtsymptome) es treten verschiedene Symptome aus mehreren Gruppen auf.

In der Therapie beginne ich häufig mit einer Basisbehandlung, also einer Entlastung der Leber und einem gezielten Darmaufbau – unterstützt durch einfache Maßnahmen wie mehr Gemüse, ausreichend Wasser, Leinöl als Quelle wertvoller Alpha-Linolensäure und dem bewussten Reduzieren von Alkohol, Zucker und Koffein.

Hier eine Teemischung bei prämenstruellen Beschwerden:

25 g Frauenmantelkraut

25 g Kamillenblüten

20 g Schafgarbenkraut

20 g Lavendelblüten

10 g Kümmelfrüchte

(2 gehäufte Telöffel mit 1/4 Liter heißem Wasser übergießen und 10 min ziehen lassen. 3 Tassen über Tag trinken)

 

Hormonuntersuchungen – was ist sinnvoll?

Wenn du deinen Zyklus besser verstehen möchtest oder schon länger unter Beschwerden leidest, kann eine Hormonuntersuchung sehr hilfreich sein. Dabei geht es weniger darum, „irgendeinen Wert“ zu bestimmen, sondern das Zusammenspiel deiner Hormone im richtigen Moment zu betrachten. Die Hormone lassen sich im Blut sowie im Speichel messen.

Der Unterschied zwischen Blut- und Speicheltests liegt vor allem darin, was genau gemessen wird. Im Blut wird meist die Gesamtmenge eines Hormons bestimmt, also auch der Anteil, der an Transporteiweiße gebunden ist und deinem Körper nicht unmittelbar zur Verfügung steht. Im Speichel dagegen messen wir den freien, aktiven Anteil, den dein Körper tatsächlich nutzen kann. Genau deshalb arbeite ich in meiner Praxis bevorzugt mit Speicheltests, da sie sehr gut abbilden, was hormonell wirklich „ankommt“.

Für Östrogen und Progesteron ist der beste Zeitpunkt der 7. Tag nach deinem Eisprung, bei einem 28-Tage-Zyklus also etwa Zyklustag 21. Wenn dein Zyklus unregelmäßig ist oder du keinen Eisprung feststellen kannst, finden wir gemeinsam einen passenden Zeitraum. Befindest du dich bereits in der Menopause, kannst du die Speichelprobe an jedem beliebigen Tag abgeben.

Wichtig ist außerdem, auch die Schilddrüse mitzubeurteilen, da ihre Hormone stark beeinflussen, wie stabil dein Zyklus verläuft. Die Schilddrüsenwerte werden dabei klassischerweise im Blut gemessen und ergänzen die Speichelhormone ideal, um ein vollständiges Bild deiner hormonellen Situation zu erhalten.

Auswirkungen hormoneller Verhütung

Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille, der Vaginalring oder hormonell wirkende Spiralen greifen gezielt in den natürlichen Zyklus ein, um eine Schwangerschaft sicher zu verhindern. Sie erreichen das, indem sie den Eisprung unterdrücken und die Hormonspiegel künstlich konstant halten. Dadurch entsteht kein natürlicher Zyklus mehr und die Blutung unter der Pille ist keine echte Menstruation, sondern eine sogenannte Abbruchblutung, die durch die Hormonpause ausgelöst wird.

In den letzten Jahren zeigen Studien und Erfahrungen, dass hormonelle Verhütung bei manchen Frauen Einfluss auf Stimmung, Libido, Energie, Darmflora oder den Nährstoffhaushalt haben kann. Gleichzeitig hilft die Pille vielen Frauen bei starken Regelschmerzen, Endometriosebeschwerden oder Hautproblemen. Es geht also nicht darum, sie „gut“ oder „schlecht“ zu bewerten, sondern darum zu verstehen, was im Körper passiert, während man hormonell verhütet.

Besonders wichtig zu wissen: Wenn die Pille abgesetzt wird, braucht der Körper manchmal etwas Zeit, um den eigenen Hormonrhythmus wiederzufinden. Dieses sogenannte Post-Pill-Phänomen kann sich durch unregelmäßige Zyklen, Hautveränderungen, Stimmungsschwankungen oder ein verzögertes Einsetzen des Eisprungs zeigen. Unterstützend können hier eine nährstoffreiche Ernährung, Darm- und Leberentlastung, Stressreduktion und ggf. eine gezielte Mikronährstofftherapie sein.

Mir ist wichtig, dass du deine Verhütungsmethode gut verstehst und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen kannst. Wenn du überlegst, die Pille abzusetzen oder Fragen zu deinen Symptomen hast, sprechen wir das in der Praxis ganz in Ruhe durch. Bevor wir tiefer einsteigen, ist es wichtig, dass deine Gynäkologin oder dein Gynäkologe einen ersten Blick darauf wirft.

Zyklusorientiertes Training – neue Erkenntnisse zur weiblichen Leistungsfähigkeit

In den letzten Jahren hat die Sportwissenschaft immer deutlicher gezeigt, dass Frauen je nach Zyklusphase unterschiedlich leistungsfähig sind und auch anders auf Training reagieren. Besonders in der ersten Zyklushälfte, wenn das Östrogen ansteigt, fühlen sich viele Frauen energiegeladen, klar im Kopf und belastbarer. In dieser Zeit kann der Körper Kraft- und Ausdauerreize oft besser umsetzen, sodass intensivere Trainingseinheiten leichter fallen. Nach dem Eisprung verändert sich durch das Progesteron der Stoffwechsel, die Körpertemperatur steigt leicht an und der Energiebedarf erhöht sich – viele Frauen profitieren dann von etwas sanfteren Einheiten, mehr Regeneration oder fokussiertem Krafttraining, das den Stoffwechsel und die Gelenkstabilität unterstützt.

Zyklusorientiertes Training bedeutet nicht, dass du dich strikt an einen starren Plan halten musst. Vielmehr geht es darum, die Signale deines Körpers besser zu verstehen und dein Training so an deine hormonelle Situation anzupassen, dass es dich optimal unterstützt. Da dieses Thema unglaublich spannend ist und immer mehr Frauen davon profitieren, wird es hierzu bald einen eigenen, ausführlichen Blogartikel geben – mit vielen praktischen Tipps für deinen Trainingsalltag.

Ein kurzer Blick in die Menopause

Die Zeit rund um die Menopause ist eine natürliche hormonelle Übergangsphase, in der die Eierstöcke nach und nach weniger Östrogen und Progesteron produzieren. Dadurch verändert sich der Zyklus: Er wird unregelmäßiger, Blutungen können stärker oder schwächer ausfallen und der Eisprung findet nicht mehr jeden Monat statt. Viele Frauen bemerken in dieser Zeit Symptome wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, ein wärmeres Körpergefühl, trockene Schleimhäute oder eine erhöhte Stresssensibilität.

Mit dem hormonellen Wandel verändert sich auch der Stoffwechsel. Durch den sinkenden Östrogenspiegel baut der Körper Muskulatur schneller ab und lagert gleichzeitig leichter Körperfett ein, ein völlig normaler, biologischer Prozess. Genau deshalb werden eine nährstoffreiche Ernährung und besonders regelmäßiges Krafttraining jetzt so wichtig: Sie unterstützen den Stoffwechsel, helfen beim Erhalt der Muskulatur, fördern die Knochengesundheit und stabilisieren insgesamt das Wohlbefinden.

Weil diese Lebensphase so vielschichtig ist und jede Frau sie unterschiedlich erlebt, erhält die Menopause bald einen eigenen ausführlichen Blogartikel, damit du genau verstehst, was in deinem Körper passiert und wie du diese besondere Zeit gut begleitet gestalten kannst.

Der Zyklus als „5. Vitalparameter“ und meine osteopathische Sicht darauf

Der weibliche Zyklus wird heute zunehmend als „fünfter Vitalparameter“ betrachtet – genauso wichtig wie Blutdruck, Puls oder Atmung. Diese moderne Sicht unterstreicht, wie eng der Zyklus mit der allgemeinen Gesundheit verbunden ist. Wenn er regelmäßig und beschwerdefrei verläuft, zeigt das meist, dass Stoffwechsel, Hormonsystem, Nervensystem und Energiehaushalt gut zusammenarbeiten. Wird er unregelmäßig oder bereitet Beschwerden, ist das oft ein frühes Signal dafür, dass irgendwo im Körper mehr Unterstützung gebraucht wird.

Auch in der Osteopathie betrachten wir den Zyklus als Ausdruck der inneren Balance. Spannung im kleinen Becken, Einschränkungen im Bereich von Zwerchfell, Wirbelsäule oder Organen wie Darm und Leber können die Durchblutung und Beweglichkeit der Beckenorgane beeinflussen und damit auch den Zyklus. In meiner Arbeit schaue ich deshalb nicht nur auf Hormone, sondern immer auf das ganze System: Wie bewegt sich das Gewebe? Wie frei ist die Atmung? Wie gut arbeiten Verdauung, Leber und Stressachse zusammen?

Der Zyklus ist für mich ein wertvoller Kompass, der zeigt, wie gut dein Körper gerade regulieren kann. Und genau hier setzt eine ganzheitliche Begleitung an: Wir unterstützen nicht nur einzelne Symptome, sondern schaffen die Voraussetzungen dafür, dass dein Körper selbst wieder in Balance findet.

Ich wünsche mir, dass du durch dieses Wissen ein tieferes Verständnis für deinen Körper entwickelst und wenn du spürst, dass dein Zyklus aus dem Gleichgewicht geraten ist oder du Unterstützung brauchst, begleite ich dich in meiner Praxis sehr gerne auf deinem Weg zurück in deine hormonelle Balance.

Wenn du dich angesprochen fühlst vereinbare gerne einen Termin in meiner Praxis oder schreib mir eine E-Mail an info@frauenpraxis-nina-schuh.de.

Ich freue mich, dich in meiner Praxis für Frauenheilkunde in Düsseldorf kennenzulernen.

Mit Wissen und Herz für Frauen.

Nina Schuh